gde 2013 15
Auszeichnungen Rosario Auszeichnungen Rosario

 Auszeichnungen und Presse-Mitteilungen

Das seit Jahren beliebte und bekannte italienische Ristorante Da Rosario in München in der Schönfeldstraße wurde von Gastro - Diamant Europa 2013 anonym, neutral und unabhängig getestet, und mit dem Gastro – Diamant Europa,  die exklusive Gastronomie - Auszeichnung für hervorragende Service -Qualität und Gastfreundschaft ausgezeichnet.

2015 wurde das Ristorante Da Rosario, in der Landsberger Straße in München, erneut getestet und für hervorragende Service-Qualität und Gastfreundschaft mit dem Gastro-Diamant Europa ausgezeichnet.

 

Presse Bewertet

Münchner Abendzeitung (April 2009)

Der Münchner Nudelspezialist

Hat neu eröffnet: das sympathische Restaurant "Da Rosario"

Was für ein Glück! Rosario Guerrisi hat zwar das beliebte Ristorante "alta marea" in der Schönfeldstraße aufgegeben - doch er bleibt der Münchner Innenstadt treu: Guerrisi verwöhnt seine Gäste weiterhin - auf der gegenüberliegenden Straßenseite im neu eröffneten "Da Rosario". Ob Fusilli, Pappardelle, Tagliolini oder Caramelle - der Schwerpunkt des Ristorantes liegt auf hausgemachten Nudeln und mediterranen Spezialitäten. Rosario Guerrisi ist ein Künstler am Herd, der in San Remo lernte und schon seit 1974 die Gaumen in München verwöhnt. Zunächst im Vier Jahreszeiten, danach in seinem ersten Lokal "Nuovo Mondo" in der Nymphenburger Straße 70. Schon hier war Prominenz, wie etwa Franz Josef Strauß oder Theo Waigel zu Gast. Diese und die von guten Kritiken angelockten Gäste folgten Rosario 1994 in sein Restaurant "alta marea" am Rossmarkt und schließlich ins gleichnamige Lokal in der Schönfeldstraße. Auch Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein, Ex- Innenminister Otto Schily, die ehemaligen bayerischen Minister Kurt Faltlhauser und Otto Wiesheu sowie Michael Schumachers Manager Willi Weber lieben Rosarios verführerische "cucina italiana" und zählten zu den immer wieder gerne gesehenen Gästen. Ob sie und all die anderen begeisterten Stammgäste Rosario in sein neues Reich folgen werden? Daran besteht kaum Zweifel! Zusammen mit seiner Frau hat Rosario die beiden separaten Räume - einer mit 35, einer mit 25 Plätzen - stilvoll eingerichtet und liebevoll dekoriert - bis ins kleinste Detail. Im mediterran warmen Ambiente des Familienbetriebs kommen neben den vorzüglichen Nudeln vor allem Fischspezialitäten auf den Tisch. Die Gäste schätzen besonders die vielfältigen Mittagsmenüs. Auf der wöchentlich wechselnden Karte (Vorspeisen 6,90 bis 10,90 EUR, hausgemachte Nudelgerichte 7,90 bis 10,90 EUR und Hauptgerichte 15,90 bis 18,90 EUR) finden sich beispielsweise Angus-Rinderfilet auf Lavasteingrill mit gebratenen Artischocken oder ein Duetto auf Lavasteingrill von Seeteufel und Riesengarnelen. Hinzu kommen täglich wechselnde Mittagsgerichte - Tagliolini mit Scampi und Zucchini (7,90 EUR), Kalbsleber mit Thymian dazu Rosmarinkartoffeln und Zuckerschoten (12,50 EUR) oder Seewolffilet auf der Haut gebraten mit Spargelspitzen dazu Petersilienkartoffeln und buntes Gemüse (12,50 EUR) etwa. Inklusive sind entweder mariniertes Oktopuscarpaccio mit Sellerie oder ein gemischter Salat. Schlemmen kann man im "Da Rosario" auch am Abend: zum Beispiel ein 3-Gänge-Menü mit Fisch oder Fleisch für 22,90 EUR - da erwarten den Gast zum Beispiel hausgemachte Caramelle mit Biancetto-Trüffeln und Ricottafüllung, Seeteufelmedaillons auf Lavasteingrill mit gebratenen Jakobsmuscheln auf Blattspinat oder Argentinische Rinderlende mit gebratenen Steinpilzen auf Polenta und als Dessert ein Holunderparfait. Zu Rosarios vorzüglichem Essen gehört ein guter Tropfen von der reichhaltigen Weinkarte mit Flaschen von 19 bis 230 EUR. Exquisites kommt auch offen ins Glas, zum Beispiel ein Pinot Grigio-Collio Vigna del Lauro, 0,2 Liter für 4,30 EUR oder 0,2 Liter Rossa di Montalcino aus der Toskana für 5,30 EUR. Dazu schmeckt San Pellegrino Wasser (0,75l) für 4,90 EUR. Ristorante "Da Rosario", Schönfeldstraße 24, Tel 24242682 Warme Küche: Mo bis Sa 11 - 15 und 17 - 22 Uhr, So Ruhetag, www.ristorante-darosario.com

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Süddeutsche Zeitung (November 2005)

Alta Marea

Felix Mostrich

Das Verhältnis der Münchner zu den italienischen Restaurants in der Stadt hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die Zeit des hysterisch blinden Zuspruchs zu allen Lokalitäten, in denen italienische Lebensart simuliert wurde – das Ganze gipfelte in der Grappa-Welle, die den Wirten märchenhafte Zusatzverdienste verschaffte – scheint einer emotionalen Sachlichkeit und einer kulinarischen Redlichkeit Platz gemacht zu haben. Auch notorisch überschätzte, von ihren Stammgästen jahrelang verwöhnte Lokale müssen sich heute anstrengen, wenn sie sich gegen die wachsende internationale Konkurrenz behaupten wollen. Mit charmanten Schlampereien und gestammelten Italienisch-Brocken allein bringt man heute selbst italienhörige Münchner nicht mehr zum Jubeln. Der Anspruch ist gewachsen. Das hat zur Normalisierung der Verhältnisse in der „nördlichsten Stadt Italiens“ beigetragen. Heute geht man nicht mehr zum Italiener, um ein Ferienersatzerlebnis zu haben, sondern um auf anständigem Niveau halbwegs authentisch zu speisen. Ein wunderbarer Prototyp des neuen, sachlich ruhigen, ganz auf die Kreationen der Küche konzentrierten italienischen Restaurants ist das ALTA MAREA im ehemaligen Schönfelder Hof am Ende der Kaulbachstraße. Die Betreiber – sie stammen aus dem Süden Italiens – haben schon am Rossmarkt ein Lokal gleichen Namens geführt und dafür in der SZ-Kostprobe einiges Lob eingeheimst. Am neuen Platz, im Rücken des unschön verbarrikadierten amerikanischen Konsulats, scheinen sich Rosario Guerrisi und seine Mannschaft noch entschiedener um das Wohl ihrer Gäste zu bemühen. Man hat sich auf Fisch und wenige wechselnde Zubereitungsarten und Beilagen spezialisiert, bietet auf der gedruckten Karte aber auch die üblichen Standardgerichte von Penne all´ arrabiata über Pizza Margherita bis Tiramisu. Um zu zeigen, mit welchem Geschick der Koch bei den Beilagen variiert, sei die wunderbar zarte, in dünnen Scheiben gebratene Milchkalbsleber erwähnt: Einmal war sie von einer feinen Madeirasauce und Birnenscheiben begleitet, das andere Mal korrespondierte eine herzhafte Barolosauce mit knusprig gebackenen Kartoffelschnitzen. Jeden Abend kombiniert der Wirt drei Gänge von der Tageskarte zu einem fast konkurrenzlos preiswerten Menü (19,80 EUR). Jetzt im Herbst kann es dabei zu schönen Begegnungen von Pilzen und Trüffeln kommen. An unserem Testtag wurde die Speisefolge mit hausgemachten Trüffel-Caramelle eröffnet: Das sind in Bonbonform gewickelte, mit Trüffelpaste gefüllte Teigtäschchen, die in einer herrlich cremigen, schon beim Servieren die Nase verzaubernden Sauce mit weißen Trüffeln schwimmen. Danach gab es SZ-Kostprobe-Logo Hauptgang ein Stück Seewolffilet, das auf der Haut knusprig gebraten war, aber dabei nichts von seiner saftigen Konsistenz verloren hatte; dazu reichlich Steinpilzwürfel in einer buttrigen Sauce. Der Desserts wegen müsste niemand in die „Flut“ tauchen, die das „Alta Marea“ mit seinem Namen verspricht. Die hausgemachten Himbeer- und Haselnuss-Parfaits und die Yoghurtterrine mit Granatapfel sind ohne Fehl und Tadel, aber eben auch ohne Pfiff. Von den wechselnden Suppen haben wir die Kartoffelcremesuppe mit darübergeriebenen schwarzen Alba-Trüffeln und Parmesan (5,80) probiert. Natürlich können die dunklen Trüffeln mit den brünstig schmeckenden weißen nicht mithalten, doch auch sie tragen die Suppe noch in höhere kulinarische Regionen hinauf. Was der Koch kann, beweist er auch am Kaninchen. Aus dem entbeinten Tier und feinen Zutaten formt er eine Rolle, die, hauchdünn aufgeschnitten und mit Öl, Balsamico und Olivenstücken mariniert, als Carpaccio dem Gaumen schmeichelt (8,80). Mit den Keulen des Kaninchens bestreitet er einen schmackhaften Hauptgang, indem er dort, wo er die Knochen herausgelöst hat, Pinienkerne und frischen Thymian einfüllt (15,30). Für Mostrich sind Pastagerichte, bei denen nicht gulaschartig dick aufgetragen wird, sondern die Fülle des Wohlgeschmacks in einem Hauch von Sugo konzentriert ist, der Inbegriff italienischer Kochkunst. Auch im Alta Marea kultiviert man diese Form, etwa in den hausgemachten butterzarten Gnocchi mit feinem Rucola-Pesto (8,30), oder bei den Linguine, in deren balsamischem Sugo aus Kapern, Basilikum und Tomaten die dazu gegebenen, fast rohen Thunfischwürfel eine besondere Note bekommen (7,80). Natürlich ist manchmal auch Anderes gefragt: Die beißfesten Strozzapreti etwa bekommen durch herzhaftes Hirschragout den nötigen Widerpart. Wer irgendwo Fischsuppe bestellt, rechnet damit, dass er schmackhaft zusammengekochte Reste von filettierten Fischen bekommt. Beim Alta Marea ist das anders; da begegnen sich große Stücke vom Seeteufel und eine fast hummerartig große Riesengamba in einer feinen rosafarbenen Fisch- und Krustentieressenz (16,80). Die einzige gründliche Enttäuschung der Testtage hieß „Kalbsmedaillons mit Apfel und Ziegenkäsegranit“: Das flach geklopfte Fleisch war schon am Hartwerden und bar jeden Geschmacks; die ungeschälten Apfelscheiben und die Spuren von Ziegenkäse wirkten seltsam deplaziert und brachten keine geschmackliche Bereicherung (15,80). Doch auch wenn dieser Gang deutlich abfiel gegenüber dem Rest, ist am Ende doch ein hohes Lob fällig für die Mannschaft der „Flut“. Sie kann auch Italien-Liebhaber, die in München nur noch selten essen gehen, mit der in Deutschland möglichen italienischen Küche wieder versöhnen.

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